Mehrere Vorfälle von Kriegsverbrechen gegen Kinder in Nord- und Ostsyrien
Neuer Bericht von der Jineolojî Akademie Rojava
Die Jineolojî Akademie Rojava hat einen neuen Bericht erstellt, um die Auswirkungen der jüngsten Angriffe der syrischen Übergangsregierung (gebildet von HTS) vom 6. Januar 2026 gegen Kinder in Nord- und Ostsyrien zu analysieren.
Die Angriffe der syrischen Armee, und ihrer verbündeten bewaffneten Gruppen, darunter ehemalige Mitglieder des sog. IS, sowie die NATO-Truppen des türkischen Staates, haben systematisch die Grundrechte von Kindern auf Leben, Gesundheit, Ernährung, Unterkunft, Spiel, Bildung und psychisches Wohlbefinden verletzt. Basierend auf Zeugenaussagen, Beobachtungen und dokumentierten Beispielen zeigt dieser Bericht deutlich, dass Kinder keine „sekundären Opfer” oder passive Leidende des Krieges sind. Im Gegenteil, sie sind soziale Subjekte, die direkt als Instrumente zur Unterwerfung der Gesellschaft und zur Kontrolle der Zukunft ins Visier genommen werden.
Ziel des Berichts ist es, über enge Ansätze hinauszugehen, die Krieg lediglich als bewaffnete Auseinandersetzungen, Frontbewegungen und militärische Ergebnisse betrachten. Dieser Bericht betrachtet Krieg als eine vielschichtige und systematische Form der Gewalt, die der Gesellschaft durch ein patriarchalische, autoritäre und kolonialistische Denkweise aufgezwungen wird. Diese Gewalt wird nicht nur durch Bomben und Waffen erzeugt, sondern auch durch Vertreibung, Entführung, das Schüren von Angst, Armut und den Zusammenbruch sozialer Bindungen. Die schwerwiegendsten Folgen davon zeigen sich in den Körpern, Seelen und Träumen von Kindern.
Ziel dieses Berichts ist es, diese Verstöße aufzudecken und die Erfahrungen von Kindern nicht nur als humanitäre Tragödie, sondern auch als soziale und historische Angriffe zu thematisieren. Für Kinder ist Krieg nicht nur ein Moment, in dem Waffen sprechen; Krieg ist ein Prozess, in dem die gesamte Kontinuität ihres Lebens unterbrochen und Sicherheit, Zugehörigkeit und Zukunft systematisch zerstört werden.
Jineolojî betrachtet das Leben ganzheitlich; im Zentrum stehen Frauen und die Gesellschaft. Aus dieser Perspektive ist jeder Angriff auf ein Kind auch ein Angriff auf Frauen, die Gesellschaft und ihre gemeinsame Zukunft. Kinder sind die Zukunft der Gesellschaft. Jeder Angriff auf Kinder ist ein Angriff auf das Gedächtnis und den Fortbestand der Gesellschaft.
Der gesamte Bericht kann hier heruntergeladen werden: Mehrere Vorfälle von Kriegsverbrechen gegen Kinder in NES