{"id":764,"date":"2020-05-06T10:21:11","date_gmt":"2020-05-06T07:21:11","guid":{"rendered":"http:\/\/jineoloji.eu\/de\/?p=764"},"modified":"2025-01-29T01:03:31","modified_gmt":"2025-01-28T22:03:31","slug":"jeder-augenblick-eine-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/2020\/05\/06\/jeder-augenblick-eine-revolution\/","title":{"rendered":"Jeder Augenblick, eine Revolution"},"content":{"rendered":"<p>Selbstverteidigung bedeutet Existenz. Ohne Selbstverteidigung k\u00f6nnen wir nicht \u00fcberleben, nicht sein. Innerhalb des Verst\u00e4ndnisses von Selbstverteidigung: Was verstehen wir unter \u201eSelbst\u201c? Was meinen wir mit \u201eVerteidigung\u201c?<\/p>\n<p>Das Selbst hat eine universelle Grundlage, es ist Teil des Ganzen, des gesamten Universums. Wenn also das Selbst auf der Ebene des Verstehens, des F\u00fchlens, nur die eigene Welt umfasst, dann sind Handlungen nicht verbindend, sondern nur auf das \u00dcberleben des eigenen Lebens ausgerichtet. Aber so kann die Gesellschaft nicht sein, denn sie ben\u00f6tigt uns in Verbundenheit miteinander, um sich selbst aufzubauen. Es bedarf eines gemeinsam gebildeten Verstandes und es bedarf eines gemeinsam geschaffenen Herzen, das vielf\u00e4ltig und voll von vielem ist, wie die Welt, von der sie umgeben ist, die weiter w\u00e4chst und sich selbst bereichert und sich selbst versteht. Je kleiner das Selbst gedacht und gef\u00fchlt wird, desto weiter entfernt ist dieses Selbst von der Welt, vom Leben, desto weiter entfernt ist es von einer Verteidigung, welche eine ethische, sinnvolle und liebevolle Gesellschaft aufbauen will. Dieses Selbst muss also mit Respekt und Sinnhaftigkeit existieren, verbunden mit der Welt, in der es w\u00e4chst. Es ist auch ein \u201eWir\u201c, das auch ein universelles, quantenhaftes Wir ist.<\/p>\n<p>Wir sind nicht allein, denn niemand ist der Einzige. Ich, das Selbst, wir bestehen aus den gleichen sozialen, religi\u00f6sen, kulturellen, famili\u00e4ren und historischen Strukturen und Einfl\u00fcssen, die auch die anderen Selbst gepr\u00e4gt haben, aber in unterschiedlichen Kombinationen. Diese Kombinationen machen jede*n von uns einzigartig und gleicherma\u00dfen sind sie auch das, was uns miteinander verbindet. Uns aus unseren verschiedenen Kontexten heraus stark zu machen, bedeutet, dieser gemeinsamen kollektiven Identit\u00e4t eine solide Grundlage zu geben. Denn es braucht die St\u00e4rke und Vielfalt vieler, um die Welt und die verschiedenen Gesellschaften und Realit\u00e4ten, die sie tr\u00e4gt, zu verteidigen. Wer ist dieses \u201eSelbst\u201c? Eine Person? Das Universum? \u201eIch\u201c? \u201eWir\u201c?&#8230; Wer ist \u201eich\u201c? Was ist \u201ewir\u201c? Wie lernen wir, \u201eich\u201c zu werden? Wie bringen wir das \u201eich\u201c und das \u201ewir\u201c zusammen? Es ist wichtig, zu fragen, zu suchen und das Gesamtbild zu erforschen und dabei die Tiefe und die Verbindungen zu finden, die ein kreatives, liebevolles und bedeutungsvolles Selbst ausmachen.<\/p>\n<p>Verteidigen ist ein Akt des Aufbaus von Strukturen und Br\u00fccken zwischen Mensch, Natur und Existenz. So dass sich alle Teile in ihrer Verbindung zum Ganzen f\u00fcgen. Ein verbundenes Selbst verteidigt eine Welt mit einer umfassenderen Bedeutung, indem es allem innerhalb dieses Ganzen einen Sinn gibt. Denn \u201everteidigen\u201c bedeutet, eine Beachtung dieser Ganzheit, die ein immerw\u00e4hrender Fluss ist und sich innerhalb dessen ver\u00e4ndert. Eine individualistische und egozentrische \u201eVerteidigung\u201c wird das Gewebe zerst\u00f6ren, das die Grundlage des Lebens und der Freiheit zusammenh\u00e4lt. Eine solche \u201eSelbstverteidigung\u201c ist eine falsche Verteidigung, ein Selbst, dass seine Verbindung zu sich selbst und zum Leben zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>\u201eEtwas zu verteidigen\u201c verbinden wir heute meist mit einem gewaltt\u00e4tigen Akt gegen jemanden. Dies f\u00fchrt dazu, dass es um ein Gewinnen, Dominieren und um die Zerst\u00f6rung des Stranges\/der Verbindung geht, welche\/r das \u00dcberleben als Ziel hat. Aber mit diesem Ansatz des \u201eGewinnen oder Verlieren\u201c, dem Paradigma des \u201edie und wir\u201c, mit dieser Philosophie der Trennung erschaffen wir eine Anti-Haltung. Mit dieser Definition und im t\u00e4glichen Handeln, werdet ihr lernen, die Welt als einen feindlichen Ort zu sehen und zu erf\u00fchlen. Ihr k\u00f6nnt nur dann ein sicheres Leben f\u00fchren, wenn ihr alle m\u00f6glichen Bedrohungen zerst\u00f6rt oder kontrollieren k\u00f6nnt. Es ist eine \u201eVerteidigung\u201c, die die Angriffe gegen die Welt, in der wir leben, rechtfertigt. T\u00f6ten und Zerst\u00f6ren im Namen des \u201eLebens\u201c.<\/p>\n<p>Was lernen wir daraus? Was sagt es uns? Aus welchen Augen und aus welchem Herzen wir schauen, f\u00fchlen und uns und unsere Welt lieben, entscheidet dar\u00fcber, wie wir uns durch das Leben bewegen werden. Entscheidet dar\u00fcber, was wir erschaffen, an Gef\u00fchlen, an Energie, an Tr\u00e4umen oder Alptr\u00e4umen oder gar nicht in Form von Tr\u00e4umen&#8230; Sind wir wirklich dieses individuelle, einzigartige Selbst, dass nicht das Ergebnis der gesamten Menschheitsgeschichte ist? Oder sind wir die verbesserte Version unserer Vorfahren? Sind wir die Besseren von ihnen? Machen wir mehr? Werden wir durch Wissen und Erfahrung zu besseren Menschen? Alle eure Handlungen haben immer eine Wirkung und es spielt keine Rolle wie klein sie ist. Funktionieren wir mit moderner Logik besser? Sind wir gl\u00e4ubig? Im Denken, im F\u00fchlen? Glauben wir? An irgendetwas? An uns? An andere? Warum ist es wichtig zu verstehen, was, wo wir sind und warum? Was und warum m\u00fcssen wir die Denkweise und die Gef\u00fchle von Vereinzelung, Abtrennung und Feindseligkeit \u00e4ndern? Macht es einen Unterschied, ob wir uns als einen lebendigen Teil der Welt, ihrer Wunder und ihrer Existenz sehen\u2026 oder nicht? Wie leicht ist es, dieses bereits tief aufgenommene, auf Angst basierende Verst\u00e4ndnis zu \u00e4ndern? Was braucht es, um zu einem eigenen Selbst zu werden? Wie lernen wir, ein Teil der Gemeinschaftlichkeit zu sein? Wie lernen wir, das \u201egemeinschaftliche Wir\u201c nicht nur alleinig als eine rein menschliche Konstruktion zu verstehen? Wie lernen wir, etwas zu werden? Wie haben wir gelernt, \u201ewir\u201c zu werden? K\u00f6nnen wir ohne das \u201egemeinschaftliche Wir\u201c wir selbst werden?<\/p>\n<p>Wo fangen wir an? Wo beginnt unsere Reise? Unsere Reise beginnt, bevor wir geboren werden. Unsere Reise, egal welches Geschlecht wir haben, ist die Reise der Frauen durch die Geschichte. Es ist die Geschichte des Bruchs eines Gleichgewichts zwischen Menschen, zwischen den Geschlechtern, zwischen allem Leben und der Schaffung von Hierarchien dar\u00fcber, wer \u201edas Recht auf Leben hat und wer nicht\u201c. Alles, was wir aufnehmen, alle Gef\u00fchle, Eindr\u00fccke, Gedanken, sind Teil der Geschichte dieses Bruchs, von unserer Mutter, ihrer Mutter, unz\u00e4hliger M\u00fctter vor ihnen, unz\u00e4hliger Frauen vor ihnen. Wir f\u00fchlen, was uns nicht gesagt, nicht erkl\u00e4rt wird. Wir f\u00fchlen die Geschichte der Frauen, \u00fcber Tausende von Jahren hinweg. Ungefiltert und im Mutterleib wachsend, erschafft uns die Realit\u00e4t dieser Gef\u00fchle. Das Leben einer Frau. Dort, im wohlig warmen Nest, in unserer Mutter, erfahren wir zuerst, was sie f\u00fchlt, was sie gelernt hat&#8230; \u00fcber sich selbst, die Welt, den Sinn des Lebens und wie all dies mit ihr als Frau verbunden ist und ihren Platz in diesem Leben bestimmt. Was sie f\u00fchlt, wenn sie an uns denkt, wir f\u00fchlen, ob wir gewollt sind oder nicht, wir f\u00fchlen die Zweifel, die Ungewissheit, die Hilflosigkeit. Wir f\u00fchlen, wie viel Sicherheit es gibt, wie viel \u00fcber die Zukunft, an die sie glaubt, sieht sie f\u00fcr sich und uns mit uns. Liebt sie? Wird sie geliebt? Wird sie respektiert? Hat sie Vertrauen? Je weniger von all dem da ist, desto unsicherer ist sie. Wir sind keine exakte Kopie unserer Mutter, aber sie zeigt uns zuerst durch ihre Gef\u00fchle, in was f\u00fcr eine Welt, in welche Realit\u00e4t wir kommen. Das k\u00f6nnte bedeuten zu f\u00fchlen, ob man als M\u00e4dchen willkommen ist oder nicht. Zu f\u00fchlen, dass deine Existenz auf all die Regeln beschr\u00e4nkt ist, die f\u00fcr dich gemacht wurden. Damit aufzuwachsen, jeden Schritt des Weges, dieses erste Lernen. Alles, was folgt, was Familie, Freunde, Gesellschaft uns \u00fcber unsere Rolle lehrt, wird das vertiefen, was wir so fr\u00fch gelernt haben. Viele Faktoren werden an der Beeinflussung unseres Selbst, unserer Motivationen, Entscheidungen und unserer Wege beteiligt sein.<\/p>\n<p>Wie viele davon werden wir lernen, als Schicksal zu sehen? Welche werden uns dazu bringen, unser Selbst zu verleugnen? Scham, Furcht, Bestrafung, st\u00e4ndige Beobachtung durch Gott, durch Traditionen, durch die Familie, durch das Selbst, das gelernt hat, sich selbst entsprechend dieser Realit\u00e4t zu beobachten und zu ignorieren. Und mit diesem Rucksack, wieder fragend&#8230; woran lernen wir zu glauben? Wer und was hat das Recht auf Leben? Das \u201eRecht auf Leben\u201c?? Was erhoffen und worf\u00fcr leben wir? Das Leben und die Existenz zu respektieren und zu lieben? Warum und bis wohin? Macht das einen Unterschied?<\/p>\n<p>Zu verstehen, welche Werte wir verloren haben und was die Folgen davon sind, ist der Beginn der Verteidigung, der Selbstverteidigung. Wir m\u00fcssen diese Werte neu erschaffen und in unser gemeinschaftliches Leben zur\u00fcckbringen. Zu verstehen, woher die trennende \u201eArt des Denkens und F\u00fchlens\u201c kommt, wo Angst, Vorurteile und Ablehnung verwurzelt sind, warum einige mehr wert sind, gesehen zu werden als andere&#8230; wird uns durch diese Geschichte der Br\u00fcche und der st\u00e4ndigen Zerst\u00f6rung f\u00fchren. Aber es wird uns auch durch eine versteckte Geschichte des Widerstands und der Verteidigung einer anderen Herangehensweise f\u00fchren, die sich davon unterscheidet, alle zu t\u00f6ten, die sich nicht beugen oder nicht passen. Vor langer Zeit wurden die Werte des Daseins von den M\u00fcttern gesch\u00fctzt. Die kleinsten Probleme der Gesellschaft hatten gemeinschaftliche L\u00f6sungen, die durch matriarchale Rollen vermittelt wurden, die die Tiefe einer Menschlichkeit trugen, die ein Teil aller Existenz ist. Sie waren die S\u00e4ulen des Lebens, des Gemeinschaftslebens und die gr\u00f6\u00dfte Form der Selbstverteidigung. Selbstverteidigung, die durch die Handlungen des Schaffens und Aufbauens, des Verbindens und Liebens, des Ern\u00e4hrens und Heilens definiert war. Es war die Zeit der Mutterg\u00f6ttin, unserer Mutter-Natur. Sie wurde von allen verteidigt und war diejenige, die alles verteidigte. Die Gesellschaften gaben ihr einen Sinn, sie brachte ihre Werte in das t\u00e4gliche Leben ein, teilte und sorgte f\u00fcr das gemeinsame Ganze. Unter ihrer F\u00fchrung sch\u00fctzten sich die Gesellschaften mit starken Bindungen und einem gemeinsamen Verst\u00e4ndnis ihrer eigenen Existenz, einem Leben in Freiheit, das in ihrem Miteinander verwurzelt war.<\/p>\n<p><a name=\"Bookmark\"><\/a>Vor etwa 5.000 Jahren kam das Ende der neolithischen Zeit. Die Menschen lernten schnell und entwickelten sich immer in verschiedene Richtungen. Aus der Geschichte wissen wir, dass sich um diese Zeit eine dominante Mentalit\u00e4t auszubreiten begann, die ein neues Konzept des Selbst schuf und verbreitete. Sie teilte die Menschen in Kategorien ein. Sie schuf Hierarchien, die auf der Herrschaft einer dominanten m\u00e4nnlichen Mentalit\u00e4t basierten, was das gesamte Verst\u00e4ndnis des Menschen innerhalb der Welt ver\u00e4nderte. Sie konstruierte Unterschiede auf der Grundlage der Unterdr\u00fcckung des Anderen, wobei sie die Freiheit als eine Form der Bewahrung materieller G\u00fcter und des individualistischen Verst\u00e4ndnisses verstand. Sie schlug Risse zwischen Menschen. Verbrannte Br\u00fccken. Verbrannte Frauen. Sie verbrannte die Wurzeln und das Wissen. Damit wir heute in das 21. Jahrhundert hinausgehen, weit weg von dieser Welt der leitenden M\u00fctter. Der Beton zieht unsere Seelen an seinen kalten K\u00f6rper. Wir f\u00fchlen ihn nicht, unsere Herzen haben die umarmende Tiefe dieser Weite und unaufhaltsamen Vielfalt nicht kennen und sch\u00e4tzen gelernt. Das Urvertrauen ist einer zerst\u00f6rerischen Unruhe gewichen, die kalkuliert, abw\u00e4gt, um Nutzen bittet, f\u00fcr sich selbst, f\u00fcr das Heute, ohne R\u00fccksicht auf Ressourcen, ohne Dankbarkeit f\u00fcr das Leben. Die Geschichten, die wir heute h\u00f6ren, stellen uns als das erhabenste aller Gesch\u00f6pfe dar, gottgleich und alles besitzend. Wir sind nicht mehr Teil von allem, wir waren nie aus dem gleichen Material gemacht, wir sind mehr wert, anders und so urspr\u00fcnglich, dass sich die Sch\u00f6pfung vor uns verneigen muss und nicht umgekehrt. Unsere Aufgabe ist es, zu kontrollieren, zu dominieren, weil die Natur feindselig ist und erobert werden muss, weil sie gegen uns ist. Patriarchat und Herrschaft vom Feinsten. Es versklavte die Lebewesen, indem es ihnen die Macht gab, sich w\u00fcrdiger zu sehen als Frauen, die Natur und alle, die nicht als stark und m\u00e4chtig verstanden werden. Unterdr\u00fcckungsmethoden wurden geteilt, um auf kl\u00fcgere Art und Weise zu unterdr\u00fccken. Die Sklaven sollten sich frei f\u00fchlen, indem sie sich freiwillig versklavten, um einen Teil der zerst\u00f6rerischen Macht zu erhalten. Jeder scheint es zu wissen, viele Menschen f\u00fchlen es, aber wie kommt man aus diesem Kreis der destruktiven W\u00fcnsche heraus? Und&#8230; wollen wir wirklich aus diesem Kreis herauskommen?<\/p>\n<p>Wir sind die Generationen, die in der Lage sind, die extremen Folgen dieses Mentalit\u00e4tswandels vor Tausenden von Jahren zu sehen, zu f\u00fchlen und zu leben. Und wenn wir forschen, finden wir die Spuren des Widerstands, der Rebellion, der Sch\u00f6nheit, wenn wir die Zerst\u00f6rung und Ausbeutung um uns herum und in uns nicht akzeptieren. Dies ist, seither bestehend, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde &#8230; ein fortdauernder Kampf. Es ist ein Krieg der Mentalit\u00e4ten. Das Ziel dieses Krieges ist es, das Vertrauen aufzufressen, das wir in unsere gemeinsame St\u00e4rke haben. Um uns innerhalb des gemeinschaftlichen Selbst zu verteidigen, m\u00fcssen wir uns mit einer anderen Denkweise organisieren, weg von Patriarchat und Herrschaft. Aber in allen von uns befindet sich auch eine Wunde. Wir sind bereit zu k\u00e4mpfen, zu verteidigen, alles zu geben, &#8230; aber die Denkweise, gegen die wir k\u00e4mpfen, lebt tief in unseren Seelen und Herzen. Wenn wir keine Fragen aus einem anderen Blickwinkel stellen, werden wir nur logische und messbare Antworten erhalten, kalt und leblos. Wenn wir nicht mit anderen Augen analysieren, werden wir nicht an die Ver\u00e4nderung dieser \u00e4ngstlichen Denkweise glauben k\u00f6nnen. Wir wagen nicht, das zu tun, was wir tun m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen die Liebe neu lernen. Unsere Aktionen k\u00f6nnen ein gewaltt\u00e4tiger Widerstand sein, der in der Lage ist, die Unterdr\u00fccker physisch und wirtschaftlich zu treffen, sehr hart zu treffen, in der Lage, unsere Vollstrecker zu t\u00f6ten, in der Lage, eine Machtverschiebung innerhalb der Eigentumsverh\u00e4ltnisse herbeizuf\u00fchren. Aber wir erschaffen ihre Denkweise wieder mit unseren Aktionen. Denn Gewalt, die bei dieser Herangehensweise eingesetzte wird, ist ein Angriff auf alle Lebewesen. Sie beantwortet die Zerst\u00f6rung mit Zerst\u00f6rung.<\/p>\n<p>Wenn also die Antwort auf Zerst\u00f6rung Liebe ist, dann sollten wir uns fragen, was Liebe bedeutet. Oder zun\u00e4chst einmal betrachten, was sie nicht ist. Wir sollten es nicht mit dieser Denkweise und den Gef\u00fchlen von Besitz, Zerst\u00f6rung und Sexualisierung verwechseln, die in den heutigen Gesellschaften beim \u201eLieben\u201c sehr h\u00e4ufig vorkommen. Wir m\u00fcssen zur\u00fcckgehen zu dem, wie wir aufgewachsen sind und was uns \u00fcber uns (in mir und uns) und das Leben gelehrt wurde. Die \u201eLiebe\u201c, die wir heute sehen und f\u00fchlen, ist vor allem der Grund daf\u00fcr, dass die Menschen in Angst und Misstrauen zueinander leben, als Ergebnis derselben Denkweise, die uns die Welt oder ein Haustier oder was auch immer besitzen l\u00e4sst. Wir saugen unsere Erwartungen an den \u201egeliebten Menschen\u201c aus und spucken sie heraus, im Rennen danach, etwas Positives zu empfinden. Es geht darum, Herzen zu besitzen, Seelen zu besitzen, das ganze Leben zu besitzen und zu kontrollieren, denn nur dann ist es real und besonders, denn \u201eLiebe\u201c kann einfach nur etwas Besonderes und Exklusives sein. In vielen Haushalten, \u00fcberall auf der Welt, bringen sich Menschen gegenseitig um, sich selbst, unterdr\u00fccken, vergewaltigen, greifen sich k\u00f6rperlich an, schlagen zu,&#8230; im Namen dieser \u201eLiebe\u201c. Meistens sind Frauen das Zielobjekt dieser \u201eLiebe\u201c. Sie t\u00f6tet uns. Aber es ist der sehr tiefe Ausdruck von Hass und Nicht-Liebe. Es ist Angst und Schmerz, die nur noch mehr Angst und noch mehr Schmerz erzeugen. Mit dieser \u201eLiebe\u201c bleiben wir in dieser individualistischen und trennenden Realit\u00e4t, die wir um uns herum empfinden, stecken.<\/p>\n<p>Liebe kann nur durch Gemeinschaft wachsen und leben. In der Freiheit des Wachsens, des emotionalen und geistigen Lernens wie du dich verbunden und geliebt f\u00fchlst f\u00fcr das, was du bist. Es geht darum, zu lernen auf vielf\u00e4ltige Weise zu f\u00fchlen und zu denken, die Wunder und Fragen des Lebens zu sch\u00e4tzen, Unterschiede und \u00c4hnlichkeiten zu lieben. Es geht um Werte und ihre Grenzen. Es geht um Verantwortung, um F\u00fcrsorge aus Liebe und nicht aus Angst. Es geht um Freiheit, die bedeutet ein freies Leben zu schaffen. Dieses freie Leben kann nicht von einem Ort, von einem Menschentyp oder einem Wesen abh\u00e4ngen. Freiheit ist f\u00fcr alle und alles, denn die Existenz eines individuellen Selbst, einer individuellen Gesellschaft, selbst eines einzigen Gedankens oder Gef\u00fchls, existiert nicht, sie ist Teil von allem. Freiheit ist Liebe, und Liebe ist Verantwortung und Gemeinschaftsverbindung. Sie ist die Organisation des gemeinsamen Lebens mit der Liebe. Wir k\u00f6nnen nicht auf einen perfekten Moment der Liebe warten, wir m\u00fcssen ihn jeden Tag neu erschaffen, immer und immer wieder, Liebe und Hoffnung in jedem Augenblick erschaffen. Indem wir unsere Liebe organisieren, die keine anderen Priorit\u00e4ten hat, als \u00fcberall zu wachsen, k\u00f6nnen wir sie als eine prim\u00e4re Quelle der Befreiung erkennen.<\/p>\n<p>Alles, was wir tun, hat eine Wirkung. Es repr\u00e4sentiert eine Geisteshaltung. Es zeigt, wie sehr wir sch\u00e4tzen, wer wir sind, von wem wir umgeben sind, was wir leben, wie sehr wir lieben, alles, st\u00e4ndig. Wenn wir \u00fcber den Quantenmoment sprechen, dann sprechen wir \u00fcber die kreative Magie des Seins im Augenblick, in jedem Augenblick. Ein Revolution\u00e4r im \u201eJetzt\u201c zu sein. Wir verstehen die Dynamiken des Wandels als ein Verm\u00f6gen der st\u00e4ndigen Revolution.<\/p>\n<p align=\"center\">\u201e<i>Ez roj\u00ea 40 caran \u015fore\u015f \u00e7\u00eadikim\u201c \u2013 Reber Apo<\/i><\/p>\n<p align=\"center\"><i>(\u201eJeden Tag mache ich 40 Revolutionen\u201c)<\/i><\/p>\n<p>Wenn wir nicht mit diesem Ansatz k\u00e4mpfen, wird alles, was wir hervorbringen, eine Wiederholung einer destruktiven Mentalit\u00e4t sein, die uns bereits so viel Misstrauen, Frustration, Hass und Angst gelehrt hat und uns in diese Welt bef\u00f6rdert hat, in der wir uns nun befinden. Diese Welt geh\u00f6rt uns nicht, wir sind ein Teil von ihr. Unsere Verteidigungshandlungen sollten der Geschichte der Unterdr\u00fcckung ein Gegengewicht sein, mit W\u00fcrde und Hoffnung f\u00fcreinander, mit der Liebe zur Freiheit, zum Leben und zu unserer ganzen Welt. Unser Dasein kann nicht \u00fcber der Gesellschaft stehen. Gesellschaft, Organisation und Liebe sind die grundlegendsten und wirksamsten Mittel der Selbstverteidigung. Es ist dieses Erbe, das wir verteidigen. Die W\u00e4rme des Feuers, das den Geist der Gesellschaft am Leben hielt. Vor Tausenden von Jahren, bewahrt durch die matriarchale Gesellschaft. Bis heute lebendig und stark gehalten in jedem kleinen Schritt, in jeder Entscheidung, gegen diese giftige Mentalit\u00e4t der Trennung und des Hasses zu k\u00e4mpfen. Der Weg zu einer weltweiten Frauenrevolution bringt die gemeinschaftliche Selbstverteidigung zur\u00fcck, die die gesamte Gesellschaft befreien wird.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen verteidigen. Unsere Selbst. Uns selbst. Gemeinsam.<\/p>\n<p align=\"right\">\u2013 Dewi Beng\u00ee, Jineoloj\u00ee Akademie<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbstverteidigung bedeutet Existenz. Ohne Selbstverteidigung k\u00f6nnen wir nicht \u00fcberleben, nicht sein. Innerhalb des Verst\u00e4ndnisses von Selbstverteidigung: Was verstehen wir unter \u201eSelbst\u201c? Was meinen wir mit \u201eVerteidigung\u201c?<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":765,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[47,56],"tags":[],"class_list":["post-764","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-selbstverteidigung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=764"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/764\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1595,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/764\/revisions\/1595"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}