{"id":540,"date":"2017-11-29T02:19:16","date_gmt":"2017-11-28T23:19:16","guid":{"rendered":"http:\/\/jineoloji.eu\/de\/?p=540"},"modified":"2022-10-02T16:04:44","modified_gmt":"2022-10-02T13:04:44","slug":"jineoloji-ist-antriebskraft-fuer-soziale-veraenderung-und-erneuerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/2017\/11\/29\/jineoloji-ist-antriebskraft-fuer-soziale-veraenderung-und-erneuerung\/","title":{"rendered":"\u201eJineoloj\u00ee ist Antriebskraft f\u00fcr soziale Ver\u00e4nderung und Erneuerung\u201c"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Eindr\u00fccke von einer Podiumsdiskussion zum Thema Gewalt gegen Frauen in Efr\u00een<\/b><\/span><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Efrin, der westlichste Kanton Rojavas, befindet sich derzeit im Belagerungszustand. Von den Kantonen Kobane und Cizire r\u00e4umlich getrennt, ist Efrin von allen Seiten umgeben mit feindlich gesinnten Kr\u00e4ften. Sp\u00e4testens seit das Milit\u00e4r des t\u00fcrkischen Staates im Oktober diesen Jahres nach ihrem \u00dcbereinkommen mit El-Nusra in Idlib eingefallen ist, hat sich die Situation radikal versch\u00e4rft \u2013 jeden Tag stehen die Grenzregionen Efrins unter Beschuss von M\u00f6rsern, Granaten, schweren Waffen und heimlich zwischen Olivenb\u00e4umen platzierten Minen, denen die Zivilbev\u00f6lkerung zum Opfer f\u00e4llt. Drohnen und Kampfflugzeuge kreisen \u00fcber der Region.<br \/>\nDoch trotz Kriegsdrohungen und t\u00e4glicher Angriffe der t\u00fcrkischen Armee auf die Region \u2013 was als Angriff auf den Kampf f\u00fcr Freiheit und das Konf\u00f6derale Modell verstanden werden muss \u2013 befasst sich die Bev\u00f6lkerung Efrins, anstatt unter der gegebenen Situation wie unter Schock gel\u00e4hmt zu werden, neben der Verteidigung auch weiterhin mit grundlegenden inhaltlichen Themen, um die Errungenschaften der Revolution zu sichern und auszubauen. Dabei ist besonders die Kraft, Solidarit\u00e4t, Freiheitsliebe und Kreativit\u00e4t der Frauen st\u00e4rkste Antriebskraft und ermutigt alle Teile der Gesellschaft. Sie halten daran fest, ihre eigene Tagesordnung zu bestimmen und verbinden den Kampf f\u00fcr Befreiung als Frau mit dem Widerstand gegen Besatzung und Militarismus.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Dienstag, 21. November 2017 &#8211; <\/i>Anl\u00e4sslich des j\u00e4hrlichen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November wurde heute in Efrin zu diesem Thema eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Mit 200 Teilnehmerinnen aus den Kantonen Efrin und \u015eehba und der Stadt Aleppo sowie verschiedenen ethnischen, kulturellen, sozialen und religi\u00f6sen Hintergr\u00fcnden \u2013 u.a. Kurdinnen, Araberinnen, T\u00fcrkinnen, T\u00fcrkmeninnen sowie Yezidinnen, Musliminnen, Christinnen und Alevitinnen \u2013 wurden die Entwicklungen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft beleuchtet und diskutiert. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Was ist die Ursache f\u00fcr Gewalt? Warum ist insbesondere Gewalt gegen Frauen weit verbreitet? Was hat sich durch die Revolution ver\u00e4ndert? Wo und wie m\u00fcssen wir weiter anpacken, um die Gewalt gegen Frauen zu beenden?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nach einer Gedenkminute f\u00fcr die Gefallenen der Revolution, richtete die Co-Vorsitzende des Kantones Efrin H\u00eav\u00ee Mistefa in ihrer Er\u00f6ffnungsrede ein besonderes Augenmerk auf die auch heute noch hohen Zahlen von Gewalt gegen Frauen. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die fortgesetzte Gewalt gegen Frauen f\u00fchrte sie an, dass Frauen, die sich ihrer Kraft nicht bewusst sind, ihre Geschichte und Identit\u00e4t nicht kennen und sich nicht organisieren, die Machtverh\u00e4ltnisse nicht ver\u00e4ndern k\u00f6nnten und immer wieder Opfer von Gewalt w\u00fcrden. Was wir also br\u00e4uchten, so H\u00eav\u00ee Mistefa, seien starke freie Frauen, die sich in allen Bereichen der Gesellschaft gemeinschaftlich organisieren und eine demokratische politische Kraft bilden. Frauen seien die Vorreiterinnen der Revolution. Daf\u00fcr haben Frauen ihre eigenen Verteidigungskr\u00e4fte, Organisationen und Wissenschaft aufgebaut, die sich nicht nach deren m\u00e4nnlichen diktatorischen Pendants richten, sondern ihnen entgegentreten. Um die Wahrheit herauszufinden und Freiheit zu erreichen, brauchen wir einen eigenen wissenschaftlichen Ansatz: Jineoloj\u00ee.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sechs Jahre sind bereits vergangen, seitdem die Revolution von Rojava unter der F\u00fchrung der Frauen begann. Es liege nun an uns allen und in unserer Verantwortung, die Werte und Erfolge der Revolution zu verteidigen und die Wege der gefallenen GenossInnen weiter zu gehen. Nach der Befreiung der Stadt Rakka st\u00fcnde nun ein neuer, sehr wichtiger Prozess vor uns, den wir mit Wissen und Feingef\u00fchl bestreiten m\u00fcssen. Dies seien Tage von historischer Bedeutung. Des weiteren verwies Mistefa auf die bevorstehenden Wahlen des Konf\u00f6deralen Systems von Nordsyrien. Mit dem Versprechen, den gemeinsamen Kampf f\u00fcr die Zerschlagung des Systems der Isolationshaftfolter auf Imrali und f\u00fcr die Freiheit von Abdullah \u00d6calan zum Erfolg zu f\u00fchren, schloss sie ihre Rede.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Darauf sprach Ev\u00een Heci Hemo als Co-Vorsitzende der gesellschaftlichen Gerechtigkeitsinstanzen des Kantons Efrin \u00fcber die Geschichte und Gegenwart sexistischer Gewalt sowie bisherige L\u00f6sungsans\u00e4tze. Sie sprach \u00fcber die vielf\u00e4ltigen Formen der Gewalt gegen Frauen, sei es physisch, psychisch, wirtschaftlich, rechtlich oder kulturell.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In der Menschheitsgeschichte habe die Frau zun\u00e4chst in der neolithischen Gesellschaft eine leitende Rolle gespielt. Anstelle von Gesetzen seien Moral und Gewissen \u2013 repr\u00e4sentiert durch weise, beobachtende und Rat gebende Frauen &#8211; nat\u00fcrliche Mechanismen zur Regelung des friedlichen und gerechten Zusammenlebens gewesen. Durch die Machtergreifung des Patriarchats habe die gesellschaftliche Realit\u00e4t brachial ver\u00e4ndert und die einstigen H\u00fcterinnen der Gesellschaft sahen sich ma\u00dfloser Gewalt gegen\u00fcber. In diesem Sinne sei in der Mythologie der t\u00f6dliche Schlag Marduks gegen Tiamat als Symbol der Durchsetzung der m\u00e4nnlichen Gewaltherrschaft zu bewerten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-542\" src=\"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0039-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0039-300x225.jpg 300w, https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0039-768x576.jpg 768w, https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0039-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0039-640x480.jpg 640w, https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0039.jpg 1032w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In allen Revolutionen, die sich an der herrschenden Mentalit\u00e4t und Ideologie orientiert und gleichzeitig keine geistige Revolution angestrebt hatten, seien Frauen trotz ihrer Anstrengungen letztendlich immer wieder mit Ermordung, Vertreibung, Marginalisierung und dem Zur\u00fcckdr\u00e4ngen in ihren alten Positionen der Versklavung konfrontiert gewesen. Gewalt gegen Frauen ist auch heute noch ein Problem. Deshalb sei eine Vertiefung der Auseinandersetzungen mit der Philosophie von R\u00eaber Apo notwendig, um die Revolution und die Freiheit der Frau \u2013 und damit auch die der Gesellschaft \u2013 zu vervollst\u00e4ndigen. Mit der Rojava-Revolution seien enorme Erfolge f\u00fcr und durch Frauen in allen Bereichen \u2013 sozial, wirtschaftlich, milit\u00e4risch und auch rechtlich \u2013 erreicht worden. Vielerorts wurden H\u00e4user der Frauen, sogenannte \u201cMala Jin\u00ea\u201d, errichtet, in denen Frauen daran arbeiten, L\u00f6sungen f\u00fcr Probleme zu entwickeln und sich bilden.<br \/>\nMit den \u201cqan\u00fbn\u00ean jin\u00ea\u201d (Frauengesetze) wurde ein konkreter Versuch gestartet, die Rechte der Frauen zu verteidigen. Dabei liege zur Zeit besonders der Fokus darauf, Polygamie (Heirat eines Mannes mit mehr als einer Frau) und Verheiratungen in jungem Alter zu verhindern. Weiterhin m\u00fcssten die Frauengesetze noch mehr allgemeine gesellschaftliche Anerkennung finden.<br \/>\nIm Vergleich zu den Vorjahren seien die Zahlen von h\u00e4uslicher Gewalt, Vergewaltigung und T\u00f6tung deutlich zur\u00fcckgegangen. Jedoch bestehe weiterhin ein dringender Bedarf, die Mentalit\u00e4t zu ver\u00e4ndern. Im Bereich der Bildung gebe es immer noch Probleme, die verhindern, dass eine freiheitliche Mentalit\u00e4t in allen Bereichen der Gesellschaft verankert wird. Denn die patriarchale Mentalit\u00e4t stelle die Wurzel der meisten gesellschaftlichen Probleme dar.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In der anschlie\u00dfenden Diskussion meldeten sich Frauen aus allen Ortschaften Efrins, Aleppos und \u015eehbas zu Wort, darunter auch Lehrerinnen, M\u00fctter, Politikerinnen und andere sozial und politisch Aktive.<br \/>\nEin wichtiger Punkt, der angesprochen wurde, waren schmerzliche Erfahrungen von Gewalt gegen\u00fcber Frauen, die von anderen Frauen ausge\u00fcbt wird. Es handele sich dabei um die Taten von Frauen, die mit m\u00e4nnlicher, unterdr\u00fcckerischer Mentalit\u00e4t denken und handeln und die sich von ihrer weiblichen Natur entfernt h\u00e4tten. Erster und wichtigster Punkt um der Gewalt \u2013 sei es der von M\u00e4nnern oder der von Frauen unter patriarchaler Logik ausge\u00fcbten \u2013 entgegenzutreten, seien Solidarit\u00e4t und Liebe von Frauen gegen\u00fcber anderen Frauen und unser Auftreten als gemeinschaftliche Kraft.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Weiterhin wurde gefordert, dass die Frauengesetze endlich zu Gesetzen der Familie und der ganzen Gesellschaft werden m\u00fcssten. Damit sollte erreicht werden, dass sich nicht nur Frauen f\u00fcr ihre Umsetzung verantwortlich f\u00fchlen sollten, sondern dass es gesamtgesellschaftliches Anliegen wird.<br \/>\nEs wurde auch kritisiert, dass es F\u00e4lle g\u00e4be, in denen die Frauengesetze und andere Gesetze sich teilweise widerspr\u00e4chen oder dass die Frauengesetze nicht ausreichten, um in einigen F\u00e4llen die Interessen von Frauen zu verteidigen z.B. bei Scheidungen gegen den Willen der Frau oder bei problematischen Aufteilungen von Besitz in Scheidungssituationen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Als Grundsatz im Umgang mit Recht und Justiz wurde betont, dass Gesetze Bestandteil der zentralisierten (patriarchalen) Zivilisation seien und dass in einer freien, d.h. einer moralischen und politischen Gesellschaft, anstelle von Gesetzen Moral, Gewissen und menschliche Werte das Zusammenleben regeln. Folglich sei es das Ziel, den Zustand zu \u00fcberwinden, in dem Gesetze n\u00f6tig sind. Da wir uns jedoch gegenw\u00e4rtig noch nicht in einer solchen Gesellschaft bef\u00e4nden, m\u00fcssten wir auf revolution\u00e4re Gesetze zur\u00fcckgreifen. Es gelte aber als Priorit\u00e4t, das Verst\u00e4ndnis der Gesellschaft von Gewissen und Moral zu st\u00e4rken, damit Schritt f\u00fcr Schritt die Notwendigkeit von Gesetzen und damit verbundene Institutionen \u00fcberwunden werden k\u00f6nnten.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bez\u00fcglich des Aufbaus und Erhaltes von moralischen Werten meldeten sich besonders M\u00fctter zu Wort. Sie kritisierten unter anderem die Neigung von M\u00fcttern, die eigenen T\u00f6chter nicht dazu anzuregen, Verantwortung in der Revolution und f\u00fcr die Gesellschaft zu \u00fcbernehmen, sowie auch Tendenzen, das selbst erlebte Leid in der Person der Kinder zu wiederholen (z.B. Heiraten in jungem Alter). Zu Achtsamkeit wurde angehalten gegen\u00fcber dem \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Gebrauch von neuen Technologien, wie sogenannten \u201csocial media\u201d und dem Sich-Verlieren in simulierten Welten. Dabei handele es sich um ideologische und kulturelle Angriffe auf die Gesellschaft, denen besonders die Jugend ausgesetzt sei. Hier\u00fcber w\u00fcrden sich M\u00e4dchen und junge Frauen h\u00e4ufig gegenseitig negativ beeinflussen, \u00fcbereinander herziehen oder Neid und Eifersucht w\u00fcrden die Beziehungen zwischen Frauen \u00fcberschatten. Anstatt dessen sei es n\u00f6tig, dass wir uns als Frauen gegenseitig f\u00f6rdern, diskutieren und gemeinsam unsere Probleme l\u00f6sen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im zweiten Teil der Veranstaltung sprach D\u00eerok Qehreman \u00fcber den Inhalt und die Ziele von Jineoloj\u00ee als einer Wissenschaft der Frauen und der Gesellschaft. Dabei betonte sie die Wichtigkeit der Perspektiven, die Abdullah \u00d6calan in seinen Verteidigungsschriften unter dem Namen \u201cSoziologie der Freiheit\u201d (Sosyolojiya Azadiy\u00ea) bez\u00fcglich der Bedeutung von Jineoloj\u00ee f\u00fcr die Befreiung von Frau und Gesellschaft entwickelt habe. Sie stellte das Konzept von Jineoloj\u00ee als themen\u00fcbergreifende Wissenschaft dar, die sich der patriarchalen Mentalit\u00e4t der positivistischen Wissenschaften im Zeitalter des Kapitalismus entgegenstellt und deren wahrheitsverf\u00e4lschende Mechanismen enttarnt. Sie stellte die Frage, ob Gewalt eine nat\u00fcrliche Eigenschaft der menschlichen Gesellschaft sei. Denn w\u00e4re dies der Fall, so w\u00e4re auch eine Problematisierung der Gewalt nicht n\u00f6tig und Widerstand sinnlos. Jedoch zeigten geschichtliche Untersuchungen, dass Gewalt keineswegs ein fester Bestandteil der menschlicher Gesellschaften gewesen sei, wohingegen Verteidigung eine nat\u00fcrliche und essentielle Eigenschaft aller Lebewesen sei. Wie also, so m\u00fcssten wir uns fragen, ist es zu der Verbreitung der Gewalt in der Gesellschaft gekommen? Warum besteht sie bis heute fort und wie s\u00e4he eine Gesellschaft aus, in der Gewalt nicht mehr existiere? Um diese Fragen beantworten zu k\u00f6nnen, sei Jineoloj\u00ee der richtige Weg. Bislang seien alle geschichtlichen Aufzeichnungen auf der Basis von Mythologie, Religion, Philosophie und Wissenschaft stets aus der Sicht m\u00e4nnlicher Herrscher geschrieben worden. Die Sicht von Frauen sei dabei immer unterdr\u00fcckt und verf\u00e4lscht worden. Um als Frauen f\u00fcr unsere und die gesellschaftliche Befreiung arbeiten zu k\u00f6nnen, ist es notwendig unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus der Frauenperspektive neu zu deuten und als Wissenschaft zu strukturieren. Jineoloj\u00ee biete in dieser Hinsicht einen Ausweg aus der scheinbar unl\u00f6sbaren Krise, in der sich die Menschheit befindet. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bez\u00fcglich Efrin \u00e4u\u00dferte sie, dass sich hier zahlreiche historische Orte bef\u00e4nden, deren Geschichte noch nicht geschrieben wurde und zum Verst\u00e4ndnis deren Bedeutung eine weiblich-wissenschaftliche (jineolojische) Herangeheinsweise n\u00f6tig sei. Als Beispiel nannte sie den \u201cKevira B\u00fbk\u00ea\u201d (den Brautfelsen), zu dessen Geschichte im Volksmund erz\u00e4hlt wird, dass dieser Stein einst ein junges M\u00e4dchen gewesen sei, das sich im Widerstand gegen ihre Zwangsverheiratung in einen Stein verwandelt habe. Hier sei ein Teil der Geschichte der Frauen und der Rebellion verborgen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im System der Demokratischen Gesellschaft, so D\u00eerok Qehreman, m\u00fcssen Frauen als geeinte Kraft und bewusst ihren Platz einnehmen, damit Freiheit und Gleichheit unter Beachtung der Unterschiedlichkeiten verwirklicht werden. Dabei seien die Verinnerlichung und Verwirklichung der \u201c5 Prinzipien der Frauen\u201d in allen Bereichen ma\u00dfgebend. Diese f\u00fcnf Prinzipien sind die Liebe und der Selbstrespekt eigenen Geschlechts (Solidarit\u00e4t und Zusammenhalt unter Frauen); ein starker und freier Wille; Kampf; Selbst-Organisierung sowie freiheitliche Ethik und \u00c4sthetik.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zur Entwicklung der Jineoloj\u00ee wurden Forschungszentren er\u00f6ffnet, eines davon auch in Efrin, die sich mit der Aufdeckung der Wirklichkeit der Frau besch\u00e4ftigen. Ein wichtiges Aufgabenfeld der Jineoloj\u00ee sei auch die Bildungsarbeit, vor allem f\u00fcr die jungen Generationen. Hierbei seien Wissen und Verst\u00e4ndnis wichtig; dogmatische Ans\u00e4tze und die Tabuisierung einiger Themen als etwas \u201cwor\u00fcber mensch nicht spr\u00e4che\u201d m\u00fcssten \u00fcberwunden werden.<br \/>\nIn der Gesellschaft seien zudem immer noch viele kulturelle Werte, egalit\u00e4re Ethik und \u00c4sthetik verborgen, die aber kaum mehr bewusst wahrgenommen werden und die es gelte wiederzubeleben. In den Bereichen von Bildung, Geschichte, Gesundheit, Wirtschaft, \u00d6kologie, Ethik und \u00c4sthetik, Politik, Diplomatie, Demografie und Verteidigung seien viele Ver\u00e4nderungen n\u00f6tig, in deren Frauenstandpunkte ma\u00dfgebend f\u00fcr die Verwirklichung einer freien Gesellschaft seien.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die herk\u00f6mmlichen Sozialwissenschaften h\u00e4tten dabei versagt, die Hierarchien und die Probleme in den Beziehungen zwischen Frau und Mann zu l\u00f6sen. Dabei liegen gerade in diesen Beziehungen die Herrschaftsmechanismen und die damit verbundenen Probleme der Gesellschaft am tiefsten verborgen. Zu deren L\u00f6sung schl\u00e4gt Jineoloj\u00ee das Konzept des Freien Zusammenlebens (\u201cHevjiyana Azad\u201d) vor, welches sich nicht nur mit Partnerschaften von Frauen und M\u00e4nnern besch\u00e4ftigt, sondern alle menschlichen Beziehungen mit einbezieht. Um ein freies Zusammenleben zu verwirklichen, m\u00fcssen wir uns von klassischen und konservativen Herangehensweisen trennen und gesellschaftlichen Sexismus bek\u00e4mpfen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-543\" src=\"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0046-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0046-300x225.jpg 300w, https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0046-768x576.jpg 768w, https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0046-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0046-640x480.jpg 640w, https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171121-WA0046.jpg 1032w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Anschluss sprach Zelal Xebat als Vorstandsmitglied der Frauenbewegung Kongra-Star \u00fcber das Thema \u201cFrauen und Politik\u201d. Sie erkl\u00e4rte zun\u00e4chst das weltweit verbreitete (falsche) Verst\u00e4ndnis von Politik, demzufolge Politik von \u201cdenjenigen gemacht werde, die leiten und Entscheidungen treffen\u201d, wobei \u201cdiejenigen\u201d immer M\u00e4nner seien, die stark und beherrschend seien. In einem System solcher Politik w\u00fcrden Frauen \u2013 kraftlos, willenlos und ohne Entscheidungskraft &#8211; immer unterdr\u00fcckt. Dieses Politikverst\u00e4ndnis gelte weltweit &#8211; sei es im Mittlere Osten oder Europa. Selbst SozialistInnen seien in der Vergangenheit nicht im Stande gewesen, daran etwas zu \u00e4ndern.<br \/>\nAls Alternative zur m\u00e4nnlich-dominanten Politik stellte Zelal Xebat das politische System der gesellschaftliche Selbstverwaltung und des Co-Vorsitzes vor, in dem die Teilnahme beider Geschlechter, von Frau und Mann, Grundlage sei. Mit diesem System k\u00f6nne die demokratische Politik der moralischen Gesellschaft verwirklicht werden.<br \/>\nDabei legte sie ein besonderes Augenmerk darauf und warnte, dass ein rein technisches Anwenden des Co-Vorsitzes und ein blo\u00dfes Einf\u00fchren einer 50%-Quote f\u00fcr Frauen und M\u00e4nnern im Bereich der Politik, nicht zum Erfolg f\u00fchren werde. Allein die zahlenm\u00e4\u00dfige Teilnahme von Frauen in der Politik sei nicht ausreichend. Denn es habe sich gezeigt, dass die verinnerlichte patriarchale Mentalit\u00e4t dazu f\u00fchre, dass Frauen h\u00e4ufig nur physisch an Politik teilnehmen und \u00c4mter besetzen w\u00fcrden, jedoch die Politik nicht mit Frauenstandpunkten und einer freiheitlichen Mentalit\u00e4t aktiv gestalten w\u00fcrden. Dadurch w\u00fcrde das herrschende System unver\u00e4ndert fortgesetzt. Es m\u00fcsse vielmehr darum gehen, durch einen ideologischen und organisierten Kampf von Frauen in der Politik und durch ihre Teilnahme an der Politik mit Frauenstandpunkten einen Wandel in der Mentalit\u00e4t zu bewirken. Wo auch immer Frauen t\u00e4tig seien, m\u00fcssten sie soziale Ver\u00e4nderung und Erneuerung f\u00f6rdern.<br \/>\nDas System des Co-Vorsitzes wurde im Jahre 2005 durch R\u00eaber Apo vorgeschlagen und fand zun\u00e4chst Anwendung in gew\u00e4hlten Stadtverwaltungen in Nordkurdistan und der Selbstverwaltung in Autonomieregionen. Heute ist es auch Prinzip der Selbstverwaltung in Rojava und des Konf\u00f6deralen Systems Nordsyrien. Dabei wurden, so Zelal Xebat, in allen Bereichen, von den kleinsten Verwaltungs- und Entscheidungseinheiten in der Kommunen bis hin zum Vorsitz des Konf\u00f6deralen Systems das Prinzips des Co-Vorsitzes und der 50%-Quote durchgesetzt. In allen Bereichen \u2013 darunter Co-Vorsitz, soziale Vielfalt und \u00f6kologische Wirtschaft \u2013 werde Efrin ein Beispiel auch f\u00fcr andere Regionen sein. Die Aufgabe der Jineoloj\u00ee sei hierbei als Antriebskraft f\u00fcr soziale Ver\u00e4nderung und Erneuerung, den richtigen Weg zu weisen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Als letzte Rednerin des Tages sprach die YPJ-Kommandantin Amed \u00fcber Verteidigung und Selbstverteidigung. Sie erkl\u00e4rte, dass jedes Lebewesen \u00fcber Selbstverteidigungsmechanismen verf\u00fcge und dass Selbstverteidigung zugleich ein nat\u00fcrlicher Instinkt und ein Bed\u00fcrfnis sei. Gegen\u00fcber den zahlreichen Angriffen, mit denen Frauen und die Gesellschaft heute konfrontiert sind \u2013 physischen, psychologischen, ideologischen, sexuellen, milit\u00e4rischen, wirtschaftlichen und kulturellen Angriffen \u2013 sei es die Pflicht und Verantwortung der Frauen, sich zu verteidigen. Um insbesondere physischen Angriffen entgegenzuwirken, Gewalt zu bek\u00e4mpfen sowie politische und soziale Handlungsm\u00f6glichkeiten dort zu er\u00f6ffnen, wo sie am meisten unterdr\u00fcckt werden, sei die milit\u00e4rische Organisierung und Kraft der Frauen von essentieller Bedeutung. Wenn sich heute in Rojava Frauen in allen Bereichen ausdr\u00fccken und Ver\u00e4nderung herbeif\u00fchren k\u00f6nnen, dann sei dies ohne Zweifel ihren milit\u00e4rischen Verteidigungskr\u00e4ften zu verdanken.<br \/>\nAmed lenkte besondere Aufmerksamkeit auf die aktuelle Situation des Kantons Efrin. Seit Monaten ist der Kanton Efrin durch die t\u00fcrkische Armee und von ihr gelenkte S\u00f6ldnertruppen umzingelt und wird von ihnen t\u00e4glich mit Bomben, Minen, M\u00f6rsern und anderen Waffen angegriffen. Hiergegen m\u00fcsse sich die gesamte Bev\u00f6lkerung Efrins sowie die Errungenschaften der Revolution und das Konf\u00f6derale System verteidigen. So wie YPJ f\u00fcr die Verteidigung nach au\u00dfen von \u00e4u\u00dferster Wichtigkeit sind, so seien im Inneren auch die Selbstverteidigungs- und Verteidigungskr\u00e4fte der Frauen wie HPC Jin und Asay\u00ee\u015fa Jin unverzichtbar. Die Kr\u00e4fte der Frauen seien auf hohem Niveau vorbereitet. In diesen Tagen, so Amed, sei es jedoch die Verantwortung und Aufgabe einer jeden Frau, wo auch immer sie sich bef\u00e4nde, sich gegen diese Angriffe zu verteidigen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es folgte eine weitere Diskussionseinheit. Dabei kam die Bildung und Erziehung von Kindern zur Sprache, die neben Frauen im patriarchalen System am meisten unterdr\u00fcckt und ausgebeutet werden. Richtige Bildung sei der elementare Schl\u00fcssel f\u00fcr die Ver\u00e4nderung hin zu einer demokratischen Gesellschaft. Aber wie diese Bildung aussehen m\u00fcsse, damit sie nicht nur Theorie bleibe sondern auch Praxis werde, dazu g\u00e4be es bislang noch keine zufriedenstellenden Antworten. Sicher sei jedoch, dass an der Art und Weise der Bildung \u00c4nderungsbedarf besteht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Weiterhin kamen einige Probleme zur Sprache, in denen Frauen davon berichteten, dass auch Frauen bislang keine ausreichende Ver\u00e4nderung der Mentalit\u00e4t und Befreiung erreicht h\u00e4tten und in klassische Verhaltensmuster verfallen w\u00fcrden. Beispielsweise wurde kritisiert, dass einige Frauen dazu neigen w\u00fcrden, \u201ees sich in ihrer Opferrolle gem\u00fctlich zu machen\u201c und allein die M\u00e4nner beschuldigten, anstatt sich zu organisieren, zu bilden, zu k\u00e4mpfen und selbst Handlungsm\u00f6glichkeiten aufzubauen und zu ergreifen. Es sei nicht m\u00f6glich, die klassischen Geschlechterrollen des beherrschenden Mannes und der versklavten Frau kampflos zu \u00fcberwinden und es sei von keinem Mann zu hoffen, dass dieser freiwillig seine Position aufgebe. Stattdessen sei es Aufgabe der Frau f\u00fcr ihre Freiheit zu k\u00e4mpfen und damit auch die Gesellschaft zu befreien.<br \/>\nAu\u00dferdem wurde angesprochen, dass in Abhandlungen \u00fcber G\u00f6ttinnen der matriarchalen Gesellschaft und die kreative und hervorbringende Kraft der Frauen, wir nicht den Fehler machen sollten, Frauen schlicht zu \u201eG\u00f6ttinen der Hausarbeit\u201c zu machen. Stattdessen findet sich die sch\u00f6pferische Kraft der Frauen in allen Bereichen des Lebens wieder: Sowohl im gesellschaftlichen, im politischen, wirtschaftlichen und gerechtigkeitsschaffenden und -sichernden Bereich als auch in der Verteidigung.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Besondere Wichtigkeit wurde auf die Einheit der Frauen als soziale, politische, ideologische und auch milit\u00e4rische Kraft gelegt. Dabei wurde eine Taktik von M\u00e4nnern beleuchtet, die einzelne Frauen auf ihre Seite ziehen und gegen andere Frauen ausspielen, um Frauen \u2013 die vereint eine ernstzunehmende Kraft darstellen &#8211; zu spalten und unsch\u00e4dlich zu machen. Demgegen\u00fcber gelte es stets wachsam zu sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Als Frauen d\u00fcrfen wir uns nicht spalten lassen, nicht Verhaltensweisen reproduzieren, die das patriarchale System gegen uns entwickelt hat, wie beispielsweise Neid, Eifersucht, L\u00e4sterei und Tratsch. Stattdessen wollen wir uns gegenseitig f\u00f6rdern und mit vereinten Kr\u00e4ften das System der Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung niederrei\u00dfen und eine \u00f6kologische und demokratische Gesellschaft aufbauen, die sich die Befreiung der Frau zur Grundlage nimmt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit den Parolen dieses Tages im Kopf und im Herzen: \u201cGewalt gegen Frauen ist Gewalt gegen das Leben\u201d, \u201cVon der Wurzel her die Gewalt ausrei\u00dfen und ein freies Zusammenleben aufbauen!\u201d und \u201cWir werden das System von Imrali niederrei\u00dfen und mit der Ideologie R\u00eaber Apo\u2019s die Freiheit verwirklichen\u201d!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In diesem Sinne endete der Tag erfolgreich mit Zuversicht, neuen Perspektiven und neuer Energie unter den Zeichen:<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">JIN JIYAN AZAD\u00ce <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">und <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">B\u00ca SEROK JIYAN NABE!<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eindr\u00fccke von einer Podiumsdiskussion zum Thema Gewalt gegen Frauen in Efr\u00een Efrin, der westlichste Kanton Rojavas, befindet sich derzeit im Belagerungszustand. Von den Kantonen Kobane und Cizire r\u00e4umlich getrennt, ist Efrin von allen Seiten umgeben mit feindlich gesinnten Kr\u00e4ften. Sp\u00e4testens seit das Milit\u00e4r des t\u00fcrkischen Staates im Oktober diesen Jahres nach ihrem \u00dcbereinkommen mit El-Nusra [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":541,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-540","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-in-den-medien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=540"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/540\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":547,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/540\/revisions\/547"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/541"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/jineoloji.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}